Archäologisch-geschichtlicher Pfad

  • Wegweiser Archäologischer Pfad
Spanische Übersetzung

Eine archäologisch-geschichtliche Wanderung um Bad Köstritz


Der Ausgangspunkt des „Archäologisch-geschichtlichen Lehrpfades“ ist an der Ampelkreuzung im Zentrum von Bad Köstritz, gegenüber vom Heinrich-Schütz-Haus, nur wenige Meter von der Bad Köstritz-Information entfernt. Eine große Tafel des Wanderweges gibt einen Überblick über die gesamte Wegstrecke, die eine Länge von 13 km hat und mit Markierungen gekennzeichnet ist.

Entlang der Werner-Sylten-Straße geht es ca. 200 m bis zum linken Abzweig in den Gleinaer Weg und nach dem Park weiter nach rechts zur ehemaligen „Villa Zersch“. Dort überqueren wir den 12. Längengrad und wenden uns in Richtung „Gipsbruch“. Dazu gehen wir den Berg hinab und folgen den Radweg etwa 200 Meter Richtung Caaschwitz bis zur nächsten Abzweigung. Wenig später erreichen wir die Stelle, an der bis 1919 gewerbsmäßig Gips abgebaut wurde. Bedeutend für die Geschichtsforschung war dieser Gipsbruch durch die spektakulären archäologischen Funde des Köstritzer Hofrates und Arztes Dr. Schottin und des Freiherren von Schlotheim aus Gotha in den Jahren 1820 bis 1828. Sie fanden neben Resten von mehreren Eiszeittieren auch menschliche Skelettknochen. (Tafel 1)

Weiter führt uns der Weg rechterhand und dann den Ausschilderungen folgend zum Ortsteil Gleina mit seinem bereits 1250 erwähnten Kirchlein. Die Gemeinde Gleina mit ca. 150 Einwohnern hat eine interessante Geschichte von der Jungsteinzeit über die slawische Besiedlung bis in die Neuzeit. (Tafel 2 und Tafel 3) Hier findet der Wanderer auch die nächste Tafel zur weiteren Orientierung sowie eine ausführliche Dokumentation zu bekannten Archäologen und Heimatforschern, die in dieser Region erfolgreich gewirkt haben. (Tafel 7)

Wir verlassen den Ort in Höhe des Vereinshauses nach links und gelangen zum Standort eines sogenannten „Lagers von Wildpferdjägern“ aus dem Magdalenien, ca. 16.000 bis 14.000 vor der Zeitrechnung. Dieses wurde vom Heimatforscher Willi Mißlitz aus Gera entdeckt. (Tafel 4)

Nach etwa 500 m erreicht man ein Plateau auf dem Höhenweg oberhalb von Gleina, der uns einen herrlichen Blick über das Dorf und das davor liegende Tal der Weißen Elster gewährt.

Der Weg führt weiter in das „Klosterholz“. Dort stoßen wir auf ein um die 4.500 Jahre altes Hügelgrab aus der Jungsteinzeit. (Tafel 5)

Wir folgen dem ausgeschilderten Weg bis zum Waldparkplatz und kommen an einem weiteren Hügelgrab vorbei. Dort informieren wir uns an einer Schautafel über den nachfolgenden Streckenverlauf. Entlang der Markierungen führt der Weg durch den Wald zum kleinen Rastplatz im „Borngrund“ bei Gleina. Hier informieren Tafeln über Ausgrabungen am „Kolk“, dem Fundort von „Schnurkeramik“ der Jungsteinzeit. Einer Besiedlung mit Funden dieser Tongefäße wurde  in Thüringen erstmals hier untersucht. (Tafel 6)

Von diesem Ort aus geht der Lehrpfad auf dem Wanderweg an Gleina vorbei in Richtung Bad Köstritz über den Gleinaer Weg zurück bis ins Zentrum – zum Ausgangspunkt der Wanderung.

(überarbeitet 05/2020 – vom Kunst- und Kulturverein Bad Köstritz)

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